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Zum Üetliberg gehört auch ein dunkler Nachthimmel. Dazu aus einem
Artikel von Prof. B. Bruderer, Uni Basel:
Zu viel Licht beeinflusst die Grossraumorientierung
der Vögel nur teilweise. Das Problem liegt in der lokalen Reaktion auf
Licht: Bei Nebel, Nieselregen oder in feuchtem Dunst entsteht über den
Städten eine rötlich-gelbe Lichthalbkugel. Vögel, die in einen solchen
Lichtdom einfliegen, haben - ähnlich einem Insekt an einer Lampe -
Schwierigkeiten, aus diesem herauszufinden, und kreisen im schlimmsten
Fall bis zur Erschöpfung oder einer Kollision mit einer der hellsten
Lichtquellen. Rund fünf Milliarden Vögel ziehen diesen Herbst von Europa
nach Afrika. Aus den USA sind Fälle bekannt, bei denen an einem
einzelnen Fernsehturm in einem Herbst 30 000 Vögel zu Tode kamen. In
Deutschland wurden über einem grossen, beleuchteten Gewächshaus in einer
Nebelnacht über 10 000 Vögel beim irritierten Überflug beobachtet. Etwa
4000 Vögel landeten in der Umgebung. Da die Zugbewegungen nicht nur im
Herbst und Frühling stattfinden muss die Devise lauten: So viel Licht
wie nötig, aber so wenig wie möglich.
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