Beleuchtung

Dezember 2004 Schriftwechsel mit Baudirektion (Regierungsrätin Fierz) und kaltschnäuziger Bescheid, dass Aussenbeleuchtung auf Uto keiner Bewilligung bedürfe.
28.04.2005 Eingabe an Stallikon, für Bodenleuchten Fassadenbeleuchtung sei Bewilligungsverfahren durchzuführen.
25.05.2005 Antwort von Stallikon: Keine Bewilligung notwendig.
04.06.2005 Rekurs an Regierungsrat, für Leuchten sei Bewilligungsverfahren nötig.
  Gemeinde und Baudirektion (!) verneinen in ihren Stellungnahmen Bewilligungspflicht.
22.03.2006 Regierungsrat heisst Rekurs gut. Leuchten unterliegen Bewilligungspflicht.
G.Fry betreibt die Leuchten weiter, ohne Bewilligung. Im November 2006 wird die Turmbeleuchtung durch ein riesiges Leuchtobjekt verstärkt.

24.11.2006

Aufforderung an Stallikon, rechtmässigen Zustand herzustellen und Abschalten der Leuchten zu verlangen. Anzeige beim Statthalteramt Affoltern.
Ende Dezember erlischt das protzige Leuchtobjekt am Turm. Rest leuchtet weiter.

Störung nächtlich ziehender Vögel durch künstliche Lichtquellen

Künstliche Lichtquellen
Mit der Nutzung von Elektrizität zur Lichterzeugung hat eine Phase intensiver Lichtemissionen begonnen. Dabei wurde das Licht mehrheitlich im bodennahen Bereich genutzt. Was in bodenferne Luftschichten entwich, war primär "Abfall-Licht", das bei massivem Auftreten als "Lichtsmog" bezeichnet wird. Zur Zeit stehen wir am Beginn einer neuen Entwicklung, bei der Licht nicht auf die Beleuchtung bzw. Reklamewirkung am Boden ausgerichtet wird, sondern Lichtinformation himmelwärts gerichtet wird (Der Bund, 29.12.97; Beilage 1). Da diese gegen den Himmel gerichteten Scheinwerfer in zunehmender Zahl auftreten, entstehen bedeutende Immissionen, die den Charakter einer eigentlichen "Lichtverschmutzung" annehmen können.

Nächtlich ziehende Vögel
Die Mehrheit der Zugvögel, insbesondere diejenigen, die über die Sahara hinweg nach Afrika ziehen, sind nachts unterwegs. Alljährlich ziehen Milliarden von Vögeln, konzentriert in der ersten Nachthälfte und in den untersten 1000 m über Boden aus Europa nach Afrika und im Frühling wieder zurück. Der Nachtzug im Herbst beginnt bereits Ende Juli und nimmt erst gegen Ende November deutlich ab. Es gibt aber während des ganzen Winters Zugbewegungen, insbesondere von Wasservögeln. Der nächtliche Heimzug der Wasservögel, Stare, Feldlerchen und Drosseln setzt bereits im Februar wieder massiv ein; im April werden sie abgelöst durch Insektenfresser, die den Winter südlich der Sahara verbracht haben; die letzten Zugvögel ziehen anfangs Juni bei uns vorbei.

Nachts ziehende Vögel orientieren sich unter anderem anhand der Sterne. Ein weiteres Hilfsmittel ist das Magnetfeld der Erde. Die Kombination dieser Orientierungsmittel ermöglichen es den Zugvögeln auch unter bedecktem Himmel geradlinig zu ziehen; sie ziehen aber wenn immer möglich die optische Orientierung vor.

Zitiert aus einem Artikel von Professor Bruno Bruderer, Leiter des Programms Vogelzugforschung an der Vogelwarte Sempach, sowie Professor für Zoologie an der Universität Basel.


>> Vogelwarte Sempach, ganzer Artikel von Prof. Dr. B. Bruderer
>> Vogelwarte Sempach
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